Global Report on Trafficking in Persons 2018

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Global Report on Trafficking in Persons 2018

Der Global Report on Trafficking in Persons 2018 des United Nations Office on Drugs and Crime zeigt einen weltweiten Anstieg identifizierter Betroffener von Menschenhandel auf inzwischen 25.400. Etwa ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche, 23% Mädchen und 7% Jungen. Kinder sind insbesondere von sexueller und von Arbeitsausbeutung betroffen. 2018 wurden doppelt so viele Minderjährige als Menschenhandelsopfer identifiziert wie im Jahr 2004. Dies bedeutet nicht unbedingt einen weltweiten Anstieg des Menschenhandels, sondern vor allem auch, dass viele Länder mittlerweile stärker für das Thema sensibilisiert sind und eine bessere Struktur zur Erfassung und Weitergabe von Daten haben. Länder, in denen Fachakteure relativ geringes Wissen über Menschenhandel haben, identifizieren auch weniger Opfer. Der Report betont daher die Notwendigkeit des Wissens über die Ausbeutungsformen und die Vorgehensweisen von Täter_innen, um dem Phänomen entsprechend entgegenwirken und Betroffene effektiver schützen und unterstützen zu können.

Der Gobal Report on Trafficking in Persons 2018 basiert auf Informationen aus 142 Ländern und schließt somit mehr als 94% der Weltbevölkerung ein. Der Bericht besteht aus zwei Teilen. Das erste Booklet gibt Aufschluss über Entwicklungen in Bezug auf Identifizierung, Merkmale und Kennzahlen Betroffener von Menschenhandel. Das zweite Booklet nimmt Menschenhandel im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten in den Fokus.

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