Liebe Leser*innen,
am 27. September ist Welttourismustag. Nicht nur aus Anlass dieses Tages, schauen wir bei ECPAT genau hin: Wie können Kinder und Jugendliche auch im Tourismus wirksam vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung geschützt werden?
Kein Land und keine Destination ist immun gegen sexuelle Ausbeutung – das wissen wir seit langem. Trotzdem geht der Blick bei dem Thema oft schnell nach Asien, Lateinamerika und Afrika. Unsere neue Studie „Zwischen Anonymität und Verantwortung“ zeigt aber, dass auch Hotels und Ferienwohnungen in Deutschland zu Tatorten werden. Tourismusunternehmen sind ein zentraler Partner für besseren Kinderschutz: Mitarbeitende können Warnsignale erkennen, Verdachtsfälle weitergeben und dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche schneller Hilfe bekommen. Aktuell fehlt es oft noch an Wissen und Handlungssicherheit sowie guten Kooperationsnetzwerken mit Fachberatungsstellen und Polizeien vor Ort. Gemeinsam mit der Branche wollen wir daran weiterarbeiten.
Auch darüber hinaus hat sich bei ECPAT einiges getan: Im Bereich Kinderschutz vor Menschenhandel haben wir uns unter anderem in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel eingebracht und zum zivilgesellschaftlichen Monitoring der UN-Kinderrechtskonvention beigetragen.
Im digitalen Kinderschutz beschäftigen uns schon seit langem die Auswirkungen neuer Technologien: Im Rahmen eines Expert*innen-Fachtags haben wir beraten, wie KI Kinder und Jugendliche immer mehr gefährdet, aber auch wie sie in Strafverfahren genutzt werden kann. Unsere Studie „Kleine Beträge, gravierende Folgen“ zeigt darüber hinaus, wie sexualisierte Gewalt monetarisiert wird und wie Zahlungsdienstleister die Aufdeckung verbessern können.
Entdecken Sie in diesem Newsletter aktuelle Entwicklungen, Projekte und Positionen aus der Arbeit von ECPAT Deutschland.