Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter ECPAT Deutschland, haben in einer gemeinsamen Erklärung Regierungen dazu aufgefordert, die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen deutlich zu verstärken.
Die Erklärung betont, dass sexualisierte Gewalt und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen nicht an nationalen Grenzen haltmachen. Fälle von grenzüberschreitender Ausbeutung – etwa durch Reisen, technologiegestützte Verbrechen oder Täter*innen, die unterschiedliche Rechtssysteme zwischen Staaten ausnutzen – zeigen, wie dringend koordinierte Maßnahmen nötig sind, um Straftaten zu verhindern, zu verfolgen und Täter*innen zur Verantwortung zu ziehen.
Die Unterzeichnenden fordern unter anderem, dass Staaten:
- extraterritoriale Strafverfolgung konsequent umsetzen, damit auch im Ausland begangene sexuelle Straftaten an Kindern wirksam verfolgt werden;
- internationale Kooperation in Ermittlungen und Justiz gestärkt wird;
- Kinder und Betroffene in den Mittelpunkt gestellt und ihnen Zugang zu Schutz und Unterstützung gewährleistet werden;
- sowie Prävention über Ländergrenzen hinweg intensiviert wird – inklusive Sensibilisierung und branchenübergreifender Verantwortung.
Sexuelle Ausbeutung von Kindern ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Effektiver Schutz erfordert politischen Willen, rechtliche Rahmensetzungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Staaten, Strafverfolgungsbehörden, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und der Öffentlichkeit.
ECPAT Deutschland setzt sich gemeinsam mit Partnerorganisationen dafür ein, dass Kinder und Jugendliche überall geschützt sind und Täter*innen zur Verantwortung gezogen werden.