Advocacy-Aktivitäten zum Schutz von Kindern

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Advocacy-Aktivitäten zum Schutz von Kindern 2020-09-17T09:53:26+00:00

Advocacy-Aktivitäten zum Schutz von Kindern

Durch Politikberatung bei staatlichen Stellen und im Privatsektor fordert ECPAT von einer Vielzahl an Verantwortungstragenden die Erfüllung ihrer Pflichten ein. ECPAT ist auf nationaler und internationaler Ebene in politischen Gremien zum Thema sexuelle Ausbeutung von Kindern und Kinderrechten aktiv.

 

Politische Gremienarbeit

Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. An vielen Stellen fehlt es noch am nötigen Bewusstsein, dass Ausbeutungsformen wie Kinderhandel auch in Deutschland vorkommen.>>

Terminologie

„Kinderpornographie“, „Kindersextourismus“, „Kinderschänder“? Nein! ECPAT macht sich stark für einen reflektierten Sprachgebrauch. >>

UN-Kinderrechtskonvention Berichtsverfahren

Das Staaten-Berichtsverfahren zur Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ermöglicht es ECPAT Schutzlücken zu benennen und staatliche Akteure in die Pflicht zu nehmen.>>

Politische Gremienarbeit

Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. An vielen Stellen fehlt es noch am nötigen Bewusstsein, dass Ausbeutungsformen wie Kinderhandel auch in Deutschland vorkommen.

ECPAT setzt seine Expertise in unterschiedlichen Gremien ein, um Fachkräfte aus Politik, Justiz, Behörden, Wissenschaft und Praxis bei der Entwicklung adäquater Lösungsansätze für u.a. Prävention, Opferidentifizierung, Kinderschutz und Strafverfolgung zu unterstützen.

ECPAT ist in folgenden Netzwerken und Gremien in Deutschland vertreten:

Auch auf  internationaler Ebene ist ECPAT Mitglied folgender Bündnisse und politischer Gremien:

Terminologie

„Kinderpornographie“, „Kindersextourismus“, „Kinderschänder“? Nein! ECPAT macht sich stark für einen reflektierten Sprachgebrauch.

Sprache schafft Wirklichkeit

Viele Medien, Behörden aber auch Wissenschaftler*innen und Fachleute nutzen regelmäßig Begriffe um sexuelle Ausbeutung oder sexualisierte Gewalt zu beschreiben, die weder zutreffend sind noch eine Sensibilität gegenüber den betroffenen Kindern aufweisen und teilweise sehr bagatellisierend wirken. Doch diese Begriffe beschreiben keineswegs angemessen das, was Kindern widerfahren ist. Die Reflexion und Aktualisierung von zentralen Begrifflichkeiten sowie die konzeptuelle Klarheit und Einigkeit über deren Bedeutungen sind ein wichtiger Schritt, um die Zusammenarbeit gegen sexuelle Ausbeutung und sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu stärken. Hier bietet die Webseite www.terminologie.ecpat.de vielfältige Hilfen an. Überprüfen Sie Begrifflichkeiten im Begriffs-Check und erfahren Sie mehr über angemessene Sprache.

Die Botschaft lautet: „Wir müssen keine neue Sprache lernen, wir müssen nur bewusster mit ihr umgehen!“

Ein Beispiel: ECPAT empfiehlt die Verwendung des Begriffes „Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern“ anstatt des Wortes „Kinderpornographie“. Letzteres verschleiert und verharmlost den ausbeuterischen Charakter des Verbrechens an den betroffenen Kindern. Jeder Missbrauchsdarstellung liegt ein realer Missbrauch von Kindern zugrunde.

UN Kinderrechtskonvention

Das Staaten-Berichtsverfahren zur Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ermöglicht es ECPAT Schutzlücken zu benennen und staatliche Akteure in die Pflicht zu nehmen.

Die Umsetzungsverpflichtung der UN-Kinderrechtskonvention und des Fakultativprotokolls zur sexuellen Ausbeutung von Kindern (OPSC) sind wesentliche Grundlage unserer Advocacy Arbeit.

Während die UN-Kinderrechtskonvention alle kinderrechtlichen Bereiche abdeckt, widmet sich das Fakultativprotokoll betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie (OPSC) explizit Vorgaben um Kinder vor sexueller Ausbeutung zu schützen.

Im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens hat ECPAT Deutschland nun zum zweiten Mal nach der Ratifizierung durch die Bundesregierung seinen Schattenbericht zum Fakultativprotokoll dem UN-Kinderrechteausschuss vorgelegt.

Den Zivilgesellschaftlichen Bericht im Kontext des Fünften und Sechsten Staatenberichts der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes finden Sie hier auf Deutsch und Englisch.

Der gesamte ergänzende Bericht der National Coalition, an dessen Erstellung ECPAT mitgewirkt hat findet sich online unter Umsetzung der Kinderrechtskonventionen.

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