Kinder- und Jugendpartizipation

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Kinder- und Jugendpartizipation 2019-09-27T14:49:52+00:00

Kinder- und Jugend­­partizi­pation

Kinder- und Jugendpartizipation

ECPAT Deutschland e.V. setzt sich für eine starke Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei den unterschiedlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern ein. >>

Kooperation mit und Beteiligung von Betroffenen

Häufig wird über Betroffene sexualisierter Gewalt und Ausbeutung anstatt mit ihnen gesprochen. ECPAT macht sich stark für eine inklusive Beteiligung und Zusammenarbeit. >>

Projekte

Bei folgenden Projekten förderte oder begleitete ECPAT die Mitarbeit von Jugendlichen und/oder Betroffenen >>

Kinder- und Jugendpartizipation

Nach Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention sind Kinder und Jugendliche in allen Belangen und Fragen, die sie betreffen zu beteiligen.

ECPAT Deutschland e.V. setzt sich für eine starke Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei den unterschiedlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern ein. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass Strategien und Programme zum Schutz der Minderjährigen nicht ohne deren Einbindung erfolgreich durchgeführt werden können.

ECPAT als Netzwerk gestaltet die Beteiligung von Jugendlichen über zeitlich befristete Aktivitäten und Aktionen sowie Projekte von und mit Jugendlichen. Dies wird auch verstärkt in Deutschland umgesetzt. Außerdem arbeiten in der Geschäftsstelle regelmäßig junge Praktikant_innen (17 – 25 Jahre) mit, die die Arbeit von ECPAT um ihre Perspektiven ergänzen.

ECPAT Deutschland konzipiert und setzt die Jugendbeteiligung an den Konferenzen des Bundesfamilienministeriums („Aktionsplan im Dialog“ 2012, 2016, 2018) um. Dabei stehen im Vordergrund die Ziele eine transparente, zielführende sowie jugendfokussierte Beteiligung zu gewährleisten. Dabei werden geltende Standards berücksichtigt.

Anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2019 hat unsere Mitgliedsorganisation Kindermissionswerk Die Sternsinger ein Video veröffentlicht, das Kindern sehr anschaulich ihre Rechte erklärt.

Kooperation mit und Beteiligung von Betroffenen

Häufig wird über Betroffene sexualisierter Gewalt und Ausbeutung anstatt mit ihnen gesprochen. ECPAT macht sich stark für eine inklusive Beteiligung und Zusammenarbeit.

ECPAT kooperiert eng mit Akteuren des Betroffenenrates. Dieses Fachgremium von betroffenen Expert_innen hat seit seiner Gründung 2015 neue Maßstäbe für die professionelle Zusammenarbeit von Unterstützer_innen und Betroffenen gesetzt.

Bei Studien und Publikationen berücksichtigt ECPAT die Bonner Ethik-Erklärung („Empfehlungen für die Forschung zu sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten“).

Auf internationaler Ebene war das durch ECPAT initiierte erste Global Survivors Forum 2016 beim Europarat ein Meilenstein, um junge, von sexueller Gewalt betroffene Personen öffentlich eine Stimme zu verleihen.

Projekte

Bei folgenden Projekten förderte oder begleitete ECPAT die Mitarbeit von Jugendlichen und/oder Betroffenen

Konferenz: „WISSEN was die Praxis SCHAF(f)T – Forschung zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und Praxis im Dialog“

Anlässlich des 4. Europäischen Tags zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch fand am 19. und 20. November 2018 die Konferenz „WISSEN was die Praxis SCHAF(f)T – Forschung zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und Praxis im Dialog“ in Berlin statt. Während der zweitägigen Veranstaltung stand die Frage „Wie können von sexualisierter Gewalt betroffene oder gefährdete Kinder und Jugendliche besser geschützt werden?“ im Mittelpunkt mit einem besonderen Blick auf den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. In Vorträgen, Diskussionen und Expertengesprächen setzten sich über 200 Fachleute aus Forschung, Verbänden, Institutionen und Politik gemeinsam mit Betroffenen und einer Jugenddelegation mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder auseinander. Die teilnehmenden Jugendlichen dokumentierten den Verlauf der Veranstaltung in einem Videoprojekt.

Europäischer Tag zum Schutz vor sexueller Gewalt an Kindern Netzwerkkonferenz: Aktionsplan im Dialog

Im Rahmen des europäischen Tages zum Schutz vor sexueller Gewalt an Kindern fanden in vielen europäischen Staaten Aktionen statt. Im Zuge dessen fand vom 17.-18. November 2016 in Berlin die Netzwerkkonferenz zur Umsetzung des Aktionsplans der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung statt. Schwerpunkt der Konferenz waren Präventions- und Schutzmaßnahmen sowie Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Betroffene. Neben etwa 150 Fachleuten nahm auch eine Jugenddelegation von 27 Mädchen und Jungen aus ganz Deutschland teil, die sich in unterschiedlichen Organisationen ehrenamtlich für die Prävention von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt engagieren.

Direkt zu Beginn befragten die Jugendlichen den Staatssekretär vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendlichen Herr Kleindiek sowie Herrn Johannes-Wilhelm Rörig (Unabhängiger Beauftragter zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs) auf großer Bühne zum Thema. In der abschließenden Podiumsdiskussion konnten die Jugendlichen ihre zentralen Forderungen einbringen und Ihre Einblicke und Erkenntnisse in einem Kurzfilm festhalten.

Make-IT-Safe-Projekt

Make-IT-Safe (2013-2014) war ein EU-Projekt von ECPAT Deutschland in Kooperation mit vier anderen ECPAT Gruppen (Österreich, Belgien, Niederlande und Großbritannien). Es richtete sich an junge Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren, um sie für Chancen und Risiken der neuen Medien zu sensibilisieren und über Hilfestellungen und Auswege zu informieren, damit sie sich sicher im Netz bewegen können. Der thematische Fokus lag hierbei vor allem auf Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming und der Sicherheit der Privatsphäre.

Eine Besonderheit des Projektes lag in der angewandten Methodik der Peer-to-Peer education Jugendliche (Peer Experts) erlernten den sicheren Umgang mit neuen Technologien und Medien sowie Prävention von Online-Gewalt und gaben dieses Wissen an Gleichaltrige weiter. Unterstützt wurde Make-IT-Safe durch eine Expertisegruppe aus 10 Fachkräften, u.a. aus Polizei, Staatsanwaltschaft, Pädagoginnen, Forensik, IT, Kinderschutzorganisationen und Sozialarbeiter_innen.

Auf www.make-it-safe.net findet sich mehrsprachiges Material rund um online Gefahren und Sicherheit für Eltern und Jugendliche.

Deutsch-russischer Austausch von Jugendlichen

Im Sommer 2015 waren rund ein Dutzend Jugendliche zwischen 17 und 25 Jahren aus St. Petersburg bei der Evangelischen Jugend im Rheinland zu Gast. Gemeinsam erarbeiteten sie spielerische Methoden zum Thema Prävention von sexueller Gewalt im Internet und testeten sie während der Ferienspiele in der Martin-Luther-Grundschule in Neuss.

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